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Der Solidaritätszuschlag (umgangssprachlich „Soli“) ist ein in 1991 eingeführter Zuschlag auf die Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer. Mittlerweile ist der Soli unbefristet gültig und dient in erster Linie zur Finanzierung der Kosten, die die deutsche Wiedervereinigung verursacht hat. Seit 1998 beträgt die Höhe 5,5 % der Einkommen- und Körperschaftsteuer. Der Solidaritätszuschlag wird – genau wie die Lohnsteuer – vom Arbeitgeber einbehalten. Die Steuern werden von diesem direkt an das Finanzamt übermittelt.

Laut Bundesfinanzminister ist die Deutsche Einheit mittlerweile weit vorangekommen. Die weitgehende Abschaffung sei ein Zeichen des Erfolges des Zusammenwachsens in Deutschland.

Den Soli zahlt grundsätzlich jeder Steuerzahler in Deutschland als Zuschlag in Höhe von 5,5 Prozent auf die Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuer. Geringverdiener zahlen hingegen keinen Soli-Zuschlag. Wenn die Lohnsteuer eines Singles nicht höher als 972 Euro (bei Ehepaaren verdoppelt sich der Wert auf 1.944 Euro) im Jahr ist, fällt kein Solidaritätszuschlag an. Wer mit seinem Einkommen nur knapp über diesem Wert liegt, befindet sich in der sogenannten Milderungszone – der Soli steigt in diesem Übergangsbereich langsam auf 5,5 Prozent an.

Nein, jedoch ein Großteil! Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, dass für 90 Prozent der heutigen Zahler der Soli ab 2021 vollständig entfallen wird. Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro wird zukünftig kein Soli mehr fällig. Weitere 6,5 Prozent der Soli-Zahler profitieren von einer sogenannten Milderungszone. Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 96.409 Euro muss der Soli nur anteilig gezahlt werden. Für Verheiratete verdoppeln sich diese Beträge.

Der Solidaritätszuschlag wird in der Regel auf der Lohnabrechnung unterhalb der errechneten Lohnsteuer aufgeführt.